Die Zuschläge, die vor kurzem vier Offshore-Windparks erhalten haben, sorgen bei Experten für Stirnrunzeln. Diese Projekte wollen mit wesentlich weniger Förderung aus dem EEG auskommen als bisher, eines davon sogar ganz ohne.  Martin Hoven vom Bremer Marktforschungsinstitut Trendresearch spricht von „einer brutalen Wette“ auf steigende Strompreise und sinkende Preise für technische Entwicklungen. Auch Jens Eckhoff, Präsident der Offshore-Stiftung, sieht hier ein Spekulationsgeschäft, was jedoch nicht völlig aus der Luft gegriffen sei. Das Risiko besteht, dass die Windparks gar nicht gebaut werden, wenn sich die Unternehmen verspekuliert haben. Da die Anlagen erst in acht Jahren ans Netz gehen sollen, wäre dann viel Zeit vertan, der Marktzugang für mittelständige Bieter weiterhin erschwert. Andreas Wellbrock, Geschäftsführer des Windenergie-Unternehmensnetzwerks WAP befürchtet ebenfalls Spekulation und betont,dass die bisherige Förderungspraxis der Windkraft zu ihrer jetzigen Stärke verholfen hat.

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Weser-Kurier 21.04.2017