Praktisch in letzter Minute hat sich die Bundesregierung am Dienstag auf einen Zeitplan für die Angleichung der Netzentgelte in Nord- und Ostdeutschland geeinigt. Danach sollen ab 2019 schrittweise in vier Jahren die Netzentgelte bundesweit einheitlich verteilt werden. Das könnte den Anstieg der Strompreise in Nord- und Ostdeutschland bremsen. Die Netzentgelte, die etwa ein Viertel des Strompreises ausmachen, würden durch eine einheitliche Verteilung für Entlastung im Norden und Osten sorgen, dagegen werden die Stromkunden u.a. in Nordrhein-Westfalen stärker belastet werden. Die Ungleichheit entsteht, wo viel Ökostrom eingespeist wird. Bisher erheben die vier Übertragungsnetzbetreiber Gebühren in sehr unterschiedlicher Höhe.

Weser-Kurier 28.06.2017