Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zur Förderung von Mieter-Solarstrom verabschiedet. Mit diesem Thema beschäftigen sich sowohl der Weser-Kurier als auch die Tageszeitung TAZ. Vorgesehen ist ein Zuschuss an Mieter, die Strom verbrauchen, der auf dem Hausdach produziert wurde. Voraussichtlich wird der Zuschlag zwischen 2,75 und 3,8 ct/kWh liegen. Nicht von den Mietern im Haus verbrauchter Strom wird ins Netz eingespeist und vergütet. Die Wahlfreiheit von Energieversorger bleibt davon unberührt. Die Förderung ist an Bedingungen geknüpft: Der Solarstrom muss unmittelbar im Gebäude verbraucht werden, eine von der Branche geforderte Quartierslösung lehnt die Bundesregierung ab. Das Gebäude muss mindestens 40 Prozent zum Wohnen genutzt werden, die Förderung ist auf Anlagen mit einer Gesamtleistung von 500 Megawatt pro Jahr begrenzt. Im Grundsatz sehen die Branchenverbände und Ökostromanbieter, die zum Teil  bereits einige Anlagen betreiben, das Vorhaben positiv, wünschen sich aber noch Nachbesserungen. Der Bundestag soll das Gesetz noch vor der Sommerpause beschließen.

TAZ und Weser-Kurier 27.04.2017