Über die Erweiterung der Ostseepipeline Nord Stream herrscht Uneinigkeit zwischen den EU-Staaten. Russland plant mit Gazprom eine zweite Leitung neben der bestehenden nach Deutschland zu bauen und dadurch die Kapazität zu verdoppeln. Deutschland und auch Österreich unterstützen das Vorhaben – die baltischen Staaten und vor allem Polen sind dagegen. Bedenken äußert auch die EU-Kommission und fordert, mit Russland über den Rechtsrahmen zu verhandeln. Dies würde ein Mandat der EU-Länder erfordern – ob und wann das kommt, ist völlig offen. Die Projektgesellschaft Nord Stream 2 hält die Verhandlungen dagegen für überflüssig und hofft, bis zum Jahresende alle Genehmigungen zu bekommen und mit dem Bau 2018 beginnen zu können.

Weser-Kurier 27.06.2017